Haben Sie in ein Projekt im Ausland investiert und Ihr Geld verloren? Teakholzplantagen in Brasilien, Orangenplantagen in Südafrika, Vanilleplantagen in Madagaskar, Ferienhäuser in Spanien oder der Türkei, Goldminen in Ghana, Diamantenminen im Kongo oder ein anderes exotisches Investitionsprojekt? Dann sind Sie wahrscheinlich Opfer von ausländischem Anlagebetrug — ein Problem, von dem Tausende niederländische Anleger betroffen sind und das schon seit Jahrzehnten andauert.
Das erkennbare Muster
Die Geschichte ist immer dieselbe, unabhängig von der Art der Investition oder dem Zielland. Ein niederländisches Unternehmen tritt an Sie heran — oft telefonisch und unaufgefordert — mit einer „einzigartigen Investitionsmöglichkeit“ im Ausland. Der Verkäufer ist professionell und überzeugend. Sie erhalten eine Hochglanzbroschüre mit beeindruckenden Fotos des Projekts und Renditeversprechen, die zu schön klingen, um wahr zu sein.
Sie investieren. Das Geld wird an das niederländische Unternehmen überwiesen und verschwindet anschließend ins Ausland — an eine Gesellschaft, eine Stiftung oder auf ein Bankkonto, über das Sie keinerlei Kontrolle haben. Anfangs erhalten Sie vielleicht noch Nachrichten und Updates. Aber nach und nach werden die Auszahlungen verschoben, die Antworten auf Ihre Fragen ausweichender und das Unternehmen ist schwerer zu erreichen. Schließlich bricht die Kommunikation komplett ab und Sie stehen mit leeren Händen da.
Warum sind ausländische Investitionen so anfällig für Betrug?
Es gibt mehrere Gründe, warum Investitionen im Ausland besonders anfällig für Betrug sind. Als Anleger können Sie das Projekt nicht besuchen, kontrollieren oder verifizieren. Die AFM (niederländische Finanzmarktaufsicht) hat keine Zuständigkeit für ausländische Projekte und kann nicht eingreifen. Das Geld verlässt die Niederlande und ist dadurch schwerer aufzuspüren. Die Unternehmensstruktur wurde mit Einheiten in mehreren Ländern bewusst komplex gestaltet. Und das Rechtssystem im Land des Projekts unterscheidet sich vom niederländischen, was rechtliche Schritte erschwert.
Betrüger wissen das und nutzen es gezielt aus. Indem sie das Projekt in einem fernen Ausland ansiedeln, schaffen sie eine Konstruktion, die maximal undurchsichtig und minimal kontrollierbar ist.
Was die BFRG für Sie tun kann
Die Stiftung BFRG ist nicht auf die Niederlande beschränkt. Wir sind international einsatzbereit und verfügen über die Expertise sowie das Netzwerk, um auch bei ausländischem Anlagebetrug effektiv vorzugehen. Konkret können wir:
Forensische Untersuchungen internationaler Zahlungsströme durchführen — wohin ist Ihr Geld geflossen?
Verantwortliche Personen aufspüren, auch wenn sie sich im Ausland aufhalten.
Internationale Pfändungen von Vermögenswerten über unser Netzwerk ausländischer Anwälte durchführen lassen.
Eine Sammelklage gemeinsam im Namen aller Geschädigten führen.
Wann starten wir eine neue Sammelklage?
Wir prüfen jeden angemeldeten Fall auf seine Machbarkeit. Die Bedingungen sind: Es muss genügend Geschädigte geben (Sammelklagen sind nicht für Einzelfälle gedacht), es müssen rechtliche Gründe vorliegen, um die verantwortlichen Parteien zur Rechenschaft zu ziehen, und es muss Rückforderungsmöglichkeiten geben — ein Prozess ist sinnlos, wenn es nichts zu holen gibt.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, leiten wir eine neue Sammelklage ein. Je mehr Geschädigte sich melden, desto schneller können wir einen Fall aufnehmen und desto stärker wird die rechtliche Position.