Die Entdeckung, dass Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, ist ein Schock. Das Gefühl des Verrats, die Wut und die Ohnmacht sind verständlich. Aber das Wichtigste, was Sie jetzt tun können, ist zu handeln. Je schneller Sie handeln, desto größer ist die Chance, dass Sie Ihren Schaden zurückfordern können. Nachfolgend finden Sie die konkreten Schritte, die Sie unternehmen können.
Schritt 1: Beweise sichern
Dies ist der allerwichtigste erste Schritt. Bewahren Sie alles auf, was mit Ihrer Investition zu tun hat: den ursprünglichen Vertrag oder die Investitionsvereinbarung, alle Broschüren und Informationsmaterialien, die Sie erhalten haben, Kontoauszüge, die Ihre Zahlungen belegen, alle E-Mails, Briefe und SMS-Nachrichten von und an das Unternehmen, Zertifikate, Beteiligungsnachweise oder Anleihebescheinigungen sowie eventuelle Notizen von Telefongesprächen (Datum, Namen, was besprochen wurde).
Machen Sie von allem Kopien und bewahren Sie diese an einem sicheren Ort auf — sowohl physisch als auch digital. Dieses Material ist für jedes Gerichtsverfahren unerlässlich und kann noch Jahre später den Unterschied zwischen einer erfolgreichen und einer gescheiterten Klage ausmachen.
Schritt 2: Anzeige bei der Polizei
Erstatten Sie bei der Polizei Anzeige wegen Betrugs. Dies schafft eine offizielle Akte und kann zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen die Täter führen. Nehmen Sie Ihr Beweismaterial mit zur Polizeiwache. Selbst wenn die Polizei nicht sofort Maßnahmen ergreift — was bei komplexem Finanzbetrug leider vorkommt —, ist die Anzeige wichtig. Es handelt sich um ein offizielles Dokument, das später in einem Zivilverfahren verwendet werden kann.
Schritt 3: Meldung bei der AFM
Melden Sie den Betrug bei der Autoriteit Financiële Markten (niederländische Finanzmarktaufsicht) über deren Website oder Meldestelle. Die AFM kann Untersuchungen durchführen, warnen, Durchsetzungsmaßnahmen ergreifen und gegebenenfalls Bußgelder verhängen. Beachten Sie jedoch, dass die AFM keinen Schadensersatz für Sie durchsetzen kann — die Aufsichtsbehörde schützt den Markt als Ganzes, hilft aber nicht einzelnen Anlegern dabei, ihr Geld zurückzubekommen.
Schritt 4: Kontakt mit der Stiftung BFRG
Um Ihr Geld tatsächlich zurückzufordern, ist ein Zivilverfahren erforderlich. Hier kommt die Stiftung BFRG ins Spiel. Wir führen Sammelklagen für geschädigte Anleger durch: gemeinsame Verfahren, bei denen die Kosten geteilt werden, spezialisierte Anwälte die Arbeit erledigen und die Durchschlagskraft des Kollektivs genutzt wird.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um zu besprechen, ob Ihr Fall für eine Sammelklage in Frage kommt. Für unseren laufenden Fall (Goodwood/Floresteca/ATF) können Sie sich direkt anmelden. Bei neuen Fällen prüfen wir, ob es genügend Geschädigte und rechtliche Gründe gibt, um ein neues Verfahren einzuleiten.
Tun Sie nicht nichts
Der größte Fehler, den Sie machen können, ist nichts zu tun. Abzuwarten und zu hoffen, dass sich alles von selbst regelt, ist keine Strategie — es ist ein Rezept, um Ihre Investition endgültig zu verlieren. Ansprüche können verjähren, Beweismaterial kann verschwinden und Fristen für die Teilnahme an Sammelklagen können verstreichen. Handeln Sie noch heute.